DIE DEUTSCHE NATIONALBIBLIOTHEK FRANKFURT

 

Montag 21.01.2019 um 7:33 Uhr. Wir sitzen im Zug nach Frankfurt und ein neues Abenteuer beginnt. Viele Fragen sich jetzt vielleicht: Julia, was machst du in Frankfurt? Julia, die Frankfurter Buchmesse ist doch im Oktober? RICHTIG! Einige von euch wissen ja, dass ich im September meinen Bundesfreiwilligendienst im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek angetreten bin. In den letzten Monaten durfte ich schon einiges lernen, viele Erfahrungen sammeln und durfte nun am Anfang des Jahres auch nach in die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt. Ich habe mich schon sehr auf die Reise gefreut, weil es trotz nicht stattfindender Buchmesse eine buchige Reise werden würde. Gegen 11 Uhr kamen wir dann an der Bibliothek an und ich war sofort von der Architektur begeistert. Das Gebäude war so vollkommen anders als unseres in Leipzig und das ganze Glas hat mich fasziniert.

15 Uhr haben wir schon allerhand neues gelernt, neue Menschen, was ist Corporate Design und was hat das eigentlich für die Deutsche Nationalbibliothek zu bedeuten? Interessante Themen und nette Menschen haben einen tollen Start in den Tag geboten und ich war gespannt, was am nächsten Tag alles auf uns zukommen würde. Am Nachmittag bezogen Claudia und ich jedoch erst einmal die Apartments und erkundeten die Umgebung ehe wir uns etwas ausruhen konnten. Am Vormittag hatte ich mit Jule von Miss Foxy Reads geschrieben und haben spontan beschlossen am Abend essen zu gehen. Irgendwie war ich den ganzen Tag vollkommen aufgeregt, weil wir uns erst zu Buchmesse hätten wiedergesehen, aber so mussten nur 10 Monate bis zum Wiedersehen vergehen und es war toll. Philip von Book Walk und Claudia haben wir natürlich mitgenommen und sind spontan wie wir sind indisch essen gegangen. Man muss dazu sagen, dass 3/4 der anwesenden Personen vorher noch nie indisch gegessen haben. Es war jedoch wirklich lecker, die Gespräche unglaublich schön und der Abend einfach perfekt.

Am Dienstag hieß es dann schon wieder Taschen packen, aber Programm gab es dennoch. Erst einmal wurden Bilder am wunderschönen Gebäude der DNB gemacht und dann konnten wir uns im Gebäude bei Tee, Waffeln und Brötchen etwas aufwärmen. Der erste Punkt des Tages war die Führung durch die Dauerausstellung des Deutschen Exilarchives. Ich muss sagen, dass die Führung wirklich interessant war und man auch hier die Unterschiede zu unserer Ausstellung sehen konnte. Es wurden mit unterschiedlichen Farben 8 Personen näher beleuchtet, man konnte den Weg ihrer Geschichte im Museum verfolgen und das fand ich sehr spannend, weil man sich dann auf eine Person konzentrieren kann und an einem anderen Tag noch die anderen Geschichten entdecken kann. Wenn ihr also mal in Frankfurt seid, kann ich euch nur empfehlen die Ausstellung mal zu besuchen. Dasselbe gilt übrigens auch für Leipzig! Gerne vorbeikommen und vielleicht trefft ihr ja zufällig oder eher weniger zufällig auf mich.

Nach der Führung ging es dann noch in eine allgemeine Hausführung, welche sich jedoch ein wenig mehr mit der Kunst des Hauses beschäftigt hat, aber dennoch war sie unglaublich interessant, weil wir so viele Orte sehen durften und so viel über Kunst am Bau erfahren haben. Bei manchen Kunstwerken Frage ich mich tatsächlich…Wieso? Bei den Toren vor der DNB, durch welche man jedoch laufen muss, habe ich mir jedoch meine ganz eigene Geschichte bei gedacht. Ich finde die Vorstellung schön, dass das Gebäude ein wenig abgeschottet ist von der Außenwelt, dass man es zwar sieht, aber dieses Tor durchlaufen muss, um in diese Welt voller Bücher zu kommen. Es ist, als würde man in die Geschichte laufen, bevor man sie in den Händen hält und deswegen habe ich mich irgendwie vollkommen in dieses Kunstwerk verliebt.

15:30 Uhr am 22.01.2019 geht es auch schon wieder nach Hause. Hinter mir liegen zwei unglaublich schöne Tage. Ich habe eine Menge gelernt, viel erlebt, viel gelacht und mich auch irgendwie in das Gebäude verliebt. Umso schöner war es jedoch wieder in die Heimat zu fahren und am nächsten Tag wieder in der DNB Leipzig zu arbeiten.

Eure Julia ♥

 

10 Kommentare bei „DIE DEUTSCHE NATIONALBIBLIOTHEK FRANKFURT“

  1. Hallo,

    das ist großartig, dass du das in deinem Bundesfreiwilligenjahr machen kannst! Ich war mal in der Deutschan Nationalbibliothek, als ich 1996 in Frankfurt die Buchhändlerschule besucht habe, aber das war noch in einem anderen Gebäude – kurz darauf zog die Bibliothek um, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Im neuen Gebäude würde ich die DNB auch gerne mal besuchen!

    Indisch essen sollte auch jeder mal getan haben, ich liebe das Essen – in kaum einer anderen Landesküche habe ich als Vegetarierin so viel Auswahl!

    Es klingt so, als wäre das ein tolles Erlebnis gewesen, danke fürs Teilen!

    LG,
    Mikka
    [ Mikka liest von A bis Z ]

  2. Hallo Julia!

    Das klingt ja nach einem ganz wundbaren Ausflug. Ich bin immer ganz begeistert was (National)Biblitotheke neben Büchern noch so alles zu bieten haben.

    Liebe Grüße
    Sabrina
    #litnetzwerk

    1. Hallo Sabrina,

      der Ausflug war auch unglaublich und am Mittwoch gab es gleich noch eine Podiumsdiskussion über die Qatar National Library und die war auch unglaublich!
      Alles Liebe
      Julia

  3. Das hört sich echt nach zwei tollen Tagen an. Die Ausstellung klingt auch super interessant, leiderokkmme ich aktuell nur nicht nach Frankfurt. Weißt du denn wie lange die läuft? Oder ist das eine feste Ausstellung?

    Ansonsten war ich leider generell noch nicht in Nationalbibliotheken, aber muss das wohl echt mal ändern. Klingt definitiv spannend.

    Lg Nicole
    #litnetzwerk

    1. Liebe Nicole,
      die beiden Tage waren wirklich unglaublich schön und wen ich es richtig verstanden habe, dann ist diese Ausstellung die neue Dauerausstellung in der DNB Frankfurt und du wirst sie dir noch sehr lange ansehen können. Ich kann dir wirklich nur raten Leipzig und Frankfurt einmal zu besuchen. Wenn es Leipzig wird, dann gerne einmal schreiben und du bekommst eine private Führung von mir!
      Alles Liebe
      Julia

  4. Die Führung klingt echt interessant, schade, dass Frankfurt so weit weg ist! Leider war ich noch nie in Nationalbibliotheken, wäre mal spannend eine zu besuchen. Neugierig bin ich jetzt auf jeden Fall geworden. Liebe Grüße, Nadine
    #litnetzwerk

  5. Hallo Julia,
    da würde ich auch gerne mal hin, Ich bin in wenig neidisch…
    Und das Foto mit den hintereinanderliegenden Torbögen ist einfach super geworden.
    Ich muss mal nachsehen, ob ich auch als „normaler“ Mensch dort mal reinschnuppern kann.
    Viele Grüße
    Silvia

    1. Was ich dir durch die Arbeit sagen kann ist, dass es in Frankfurt und in Leipzig immer wieder Führungen gibt. Ich finde, dass ich so etwas mehr lohnt als alleine dadurch zu machen. Alles Liebe
      Julia

  6. Hey Julia,

    ich bin im Rahmen der Litnetzwerk- Teilnehmerliste auf Deinen Beitrag aufmerksam geworden und habe Deinen Bericht sehr gerne gelesen. Wie bist Du denn zu der BfD Stelle gekommen? Das hört sich für mich eher nach einer Nische an.
    Das ist echt super, dass Du Dich für Kunst und auch für die Nationalbibliothek begeistern kannst. Freunde von mir haben auch z.T. FSJs absolviert und fanden die Seminartage eher langweilig und haben diese eher als „Urlaub“ betrachtet und wenig davon mitnehmen können.
    Da finde ich es ganz schön, dass es auch Leute gibt, die auch schöne Ausflüge während der Seminartage haben. Und es ist natürlich cool, dass Du Bloggerfreunde außerhalb der Buchmesse treffen konntest.

    viele Grüße

    Emma

    1. Liebe Emma,

      zuerst: Es war eine Dienstreise und keine Seminarfahrt, weil ich nur mit zwei Kollegen aus der DNB gefahren bin. Von meinen Seminarfahrten bin ich auch kein Fan und würde in der Zeit lieber auf Arbeit gehen,haha. Zu der Stelle bin ich durch das LKJ Sachsen gekommen, es gibt da ein Portal und ein Bewerbungsverfahren und dann war ich wohl einfach passend.
      Alles Liebe
      Julia

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