Rezension

WHEN WE DREAM

Juni 15, 2020

When we dream | Autor:in: Anne Pätzold| Verlag: LYX | Seitenanzahl: 409 | Reihe: Band 1| Rezensionsexemplar: Ja

Ich bin ehrlich, am Anfang hatte ich „When we dream“ nicht auf dem Schirm, weil ich gehört habe es würde um K-Pop gehen und das Musik ist, die mich wirklich nicht einmal annähernd interessiert und ich persönlich auch einfach nicht höre. Dann war auf Twitter jedoch die Diskussion zu dem Cover so präsent und der ganze Hass hat mich dazu bewegt, dass ich die Autorin irgendwie unterstützen möchte, weil die Hetze vollkommen unverdient war und meiner Meinung nach grundsätzlich von Neid geprägt. Also habe ich das Buch gelesen und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden übertroffen.

Worum geht es in dem Buch ?

Die 19-jährige Ella lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer älteren Schwester in Chicago. Die Stadt ist ihr zu groß, zu laut, zu voll, und am liebsten würde sich Ella mit ihren Büchern und ihrem Zeichenblock in ihr Zimmer zurückziehen und die Außenwelt, so oft es geht, vergessen. Doch dann lernt sie Jae-yong kennen. Dass er ein Mitglied der bekanntesten K-Pop-Gruppe der Welt ist, weiß sie nicht.

Meine Meinung zu dem Buch

Ich bin tatsächlich nicht wirklich mit Erwartungen an das Buch gegangen, ich wollte es einfach nur lesen, weil mich der Hass genervt hat. Was ich wusste, war, dass ich K-Pop nicht mag, und ich hatte einfach nur gehofft die Autorin würde nicht so viel davon in die Geschichte mit nehmen, weil ich mich in diesem Bereich natürlich auch nicht auskenne. Nun kann ich jedoch sagen, dass dieser Debütroman mich wirklich positiv überrascht hat.

Wir lernen Ella direkt kennen, in ihrer Uni, auf der Arbeit und mit ihren beiden Schwestern. Und Ella war irgendwie niedlich und sympathisch. Vielleicht nicht immer greifbar, weil sie als Person gefühlt nicht  vollkommen abgearbeitet wurde, aber besonders schlimm war das nicht. Gut war, dass sie sich genauso wenig mit K-Pop auskennt wie ich. Durch ihre kleine Schwester wird sie jedoch mit dieser Welt bekannt gemacht, aber auch dann hält sich das Thema ziemlich zurück auch, wenn der andere Protagonist Jae-yong Sänger in einer K-Pop-Gruppe ist. Ella weiß dis nicht, aber dennoch Freunden Sie sich beide an und wir erhalten eine wirklich süße und auch leichte Liebesgeschichte.

Unerwartet muss ich sagen, dass mir dieses Buch wirklich gut gefallen hat, und damit hätte ich niemals gerechnet, es war ein schönes Buch, eine schöne Geschichte und so leicht geschrieben. Man kam sehr gut in die Handlung rein und wird nicht mit K-Pop zugedröhnt, sodass es einen vielleicht direkt zum Hals heraushängt. Man lernt es kennen, weiß dann wie die Musikbranche in dem Bereich aussieht und kann versuchen sich ein Bild darüber zu machen. Fand ich also sehr interessant und war über die ganze Aufklärung auch dankbar, weil ich sonst wahrscheinlich nicht besonders viel verstanden hätte.

Anne hat auf jeden Fall sehr viel Respekt von mir erhalten, weil sie es geschafft hat, dass ich ein Buch mag, welches ein Thema behandelt das ich nicht mag. Sie hat ihr erstes Buch veröffentlicht und es war eine unglaublich schöne Geschichte, die an einigen Stellen natürlich noch hätte mehr ausgebaut werden können, weil man nicht alle Protagonisten so greifen konnte, aber für ihren ersten Roman war das wirklich gut. Niemand ist sofort perfekt und ich denke vor allem das Schreiben ist ein ewiger Prozess des Lernens.  Von mir gibt es also eine Empfehlung zu „When we dream“ und ich bin gespannt, wie es im nächsten Buch mit Ella und Jae-Yong weitergehen wird.

 Julia ♥

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