Rezension

Ich möchte lieber nicht – Rezension

 

Ich möchte lieber nicht – Eine Rebellion gegen den Terror des positiven | Autorin: Juliane Marie Schreiber | Verlag: Piper | Seitenanzahl: 208| Reihe: -| Rezensionsexemplar: Ja

Ich hab mir vorgenommen, mehr Sachbücher zu lesen und habe mich daher auch sehr darauf gefreut dieses Rezensionsexemplar zu bekommen. Vollkommen ohne Erwartung bin ich an das Buch rangegangen und obwohl ich es mochte war ich am Ende ein wenig enttäuscht. Doch worum geht es in dem Buch überhaupt?

Worum geht es in dem Buch?

Warum positives Denken uns nicht weiterbringt, Schimpfen aber schon
Dieses Buch ist ein Aufruf zum Widerstand gegen die Ideologie unserer Zeit: den Zwang des Glücks.

Ratgeber und Duschbäder fordern uns auf, positiv zu sein. Wir sollen Scheitern als Chance begreifen und ständig unser Selbst entfalten. Doch der Terror des Positiven nervt, belastet jeden von uns und schwächt den Zusammenhalt: Wir betrachten Glück als Prestige und verstehen politische Probleme als persönliches Versagen. Das zeigt nicht nur die psychologische Forschung, sondern auch die Geschichte.

Dagegen hilft nur Rebellion: Schimpfen ist Ausdruck gelebter Freiheit, ohne Schmerz gibt es keine Kunst, und Wut ist der Motor des Fortschritts. Denn die Welt wurde nicht von den Glücklichen verändert, sondern von den Unzufriedenen. – Piper Verlagsseite 

Meine Meinung zum Buch

Zu vielem, was die Autorin schreibt, sage ich: Ja, da stimme ich dir zu! Es ist okay, auch mal zu sagen, dass man einfach gerade mal nicht alles positiv sehen will, dass es okay ist, auch mal zu sagen wie doof alles ist und das ich aus einer Pandemie vielleicht gerade nicht das beste machen möchte und es mich im Moment wirklich runterzieht.
Da gehe ich voll mit und lege es auch sonst jedem ans Herz, macht nur das, was euch guttut, womit ihr glücklich seid und erlaubt euch auch mal alles richtig blöd zu finden.
Doch manchmal hat mich dieses Buch wirklich runtergezogen, mir das Gefühl gegeben, es ist falsch, wie ich denke, aber das ist es nicht! Ein Beispiel ist das Thema Hochzeiten. Die Autorin hat klein geheiratet und war super glücklich, hat dabei aber alle anderen riesigen feiern schlecht geredet und einem das Gefühl gegeben, es wäre übertrieben so zu feiern.
Oder Gender-Reveal-Partys. Ist es unnötig? Vielleicht! Muss ich es für andere die Kraft daraus ziehen und sich damit wohl fühlen schlecht reden? Auf keinen Fall.

Also hier noch einmal mein Rat: Wenn euch etwas gefällt, ihr daraus Kraft zieht, vollkommen fein. Wenn ihr etwas vollkommen bescheuert findet und den Sinn dahinter nicht seht, ist auch das vollkommen in Ordnung! Du machst alles richtig und genauso, wie es dir gut tut, lass dich von niemandem beeinflussen oder das, was du magst, madig reden.

Zum Schluss sag ich euch dennoch: LEST DAS BUCH! Ich bin der Meinung, dass es sehr viele Augen öffnen kann, dass es sehr gut zum Denken anregt und wer weiß, vielleicht gibt es dir genau die Kraft, die du gerade brauchst.

Julia

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