Rezension

Die allerbeste Zeit meines Lebens

Die allerbeste Zeit meines Lebens | Autor Sigurd Hartkon Plaetner | Verlag: DTV | Seitenanzahl: 208| Reihe: -| Rezensionsexemplar: Ja

Als mir das Buch „Die allerbeste Zeit meines Lebens“ als Rezensionsexemplar vorgeschlagen wurde, habe ich gerade geschaut, wie man am besten in Kopenhagen Urlaub machen kann und was man sich dort alles ansehen sollte. Das dieses Buch dort spielte, war irgendwie ein sehr lustiger Zufall. Also habe ich nicht lange gezögert und beschlossen, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen. Doch worum geht es in „Die allerbeste Zeit meines Lebens“ überhaupt?

Worum geht es in dem Buch?

Wir lernen Emma und Vitus kennen, welche sich in einer Nacht in Kopenhagen kennenlernen und ab da die wohl allerbeste Zeit ihres Lebens miteinander verbringen. Jeder Tag ist aufregend, jeder Tag ist anders und zusammen erleben sie unendlich viel und Vitus ist in ihrer Gegenwart so richtig glücklich. Deshalb verschweigt er ihr wohl auch, dass seine Ex-Freundin ein Kind von ihm erwartet. Doch lange verheimlichen kann er es nicht und als sie es erfährt, verschwindet sie.

Meine Meinung zum Buch

Ich bin mit sehr viel Neugier an das Buch von Sigurd Hartkorn Plaetner rangegangen. Es war das erste Buch, welches ich von dem Autor gelesen habe, und ich muss sagen, dass mir seine Art zu schreiben sehr gefallen hat. Egal wie angespannt oder schnell die Situation war, er hat alles mit einer gewissen Ruhe geschrieben, sodass die 208 Seiten zwar an einem vorbeiflogen, aber man dies nicht so mitbekam.

Was ich zuerst sagen kann, ist, dass ich mich in Kopenhagen verliebt habe, ohne wirklich durch das Buch eine Ahnung zu haben, wie es dort aussieht. Dennoch ist es eine Stadt geworden, die ich nun unbedingt einmal bereisen möchte.

Was ich noch sagen kann, ist, dass ich das Gefühl hatte, das die Zeit mit Emma für Vitus wirklich die allerbeste Zeit seines Lebens war. Er war irgendwie ein vollkommen anderer Mensch, als wie ich ihn am Anfang des Buches habe kennengelernt. Ich mochte ihn mehr, konnte mich mehr mit ihm anfreunden. Es ist gut, dass es in diesen wenigen Seiten rüberkommt und man merkt, dass Vitus wirklich und wahrhaftig Gefühle für Emma hat.

Leider muss ich jetzt aber auch sagen, dass mich der Rest eher nicht so gepackt hat. Irgendwie war zu viel gewollt, zu viel wurde in die Seite gestopft und zu mehr Personen außer Vitus konnte ich auch keine Gefühle so wirklich aufbauen, weil sie alle eher weit weh wirkten, nicht greifbar. Am Anfang kam ich mit Vitus auch überhaupt nicht klar, das legte sich erst, als ich ihn mit Emma gesehen habe, und ich war froh, dass seine damalige Freundin schnell zu seiner Ex-Freundin wurde. Wobei ich hier sagen muss, dass ich aus den wenigen Seiten, in denen über die ältere Beziehung geschrieben wurde, nicht herauslesen konnte, warum sie überhaupt zusammengekommen waren. Da war keine Liebe, da war einfach nichts… Zwei unterschiedliche Menschen die…sich respektieren? Naja das auch nicht wirklich, wie schließlich herauskam.

Das Ende kam…schnell? Irgendwie unerwartet, aber war auch wieder sehr schnell vorbei, sodass ich beim Lesen einfach nichts gefühlt habe. An sich meiner Meinung nach sehr schade, weil man so viele Gefühle hätte hineinschreiben können. Vielleicht war es jedoch einfach nicht so gewollt und das ist auch okay, aber eher nichts, was ich bevorzuge. Ich mag es, mit Protagonisten zu lachen und zu weinen und das hat mir in diesem Buch leider unendlich gefehlt.

Würde ich das Buch mit dem Wissen, welches ich am Ende darüber habe, noch einmal lesen? Wohl eher nicht. Hätte ich gerne eine längere und ausführlichere Version des Buches? Definitiv.

Macht euch gerne selber ein Bild von dem Buch, vielleicht gefällt es auch ja mehr als mir und dann freue ich mich auf Gespräche!

 Julia ♥

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