Rezension

Unfollow – Wie Instagram unser Leben zerstört

 

UNFOLLOW – Wie Instagram unser Leben zerstört | Autor:in: Nena Schink| Verlag: Eden Books | Seitenanzahl: 240 | Reihe: -| Rezensionsexemplar: Ja

Ich war unglaublich neugierig auf dieses Buch, weil ich einmal einen Blogbeitrag darüber geschrieben habe, wie Instagram mein Leben verändert. Daher war es mir sehr wichtig, herauszufinden was Nena Schink in ihrem Buch darüber schreiben würde und wie sie zu der Plattform steht. Mittlerweile kann ich sagen, dass es einige Punkte gibt, in denen ich der Autorin zustimme, aber viele, in denen ich das nicht kann und in denen ich ihre Meinung auch etwas…Krass finde.

Worum geht es in dem Buch?

Nena Schink ist süchtig. Ihre Droge: Instagram. Alles beginnt mit einem Experiment: Für das Jugendportal vom Handelsblatt soll sie selbst zur Influencerin werden. Nena, die sich sonst wenig um die Meinung anderer schert, bettelt nun bei ihren Freundinnen um Likes und Kommentare. Sie räkelt sich vierzig Minuten lang im Bikini auf einer Wassermelonen-Luftmatratze, die sie nur fürs Foto mit in den Urlaub genommen hat.

Meine Meinung zu dem Buch

Ich war unglaublich neugierig auf dieses Buch und sofort in der Geschichte, als Nena begann, von ihrem Selbstexperiment zu sprechen. Jedoch habe ich das Gefühl gehabt, dass Nena direkt nach der 4.000 Follower Marke aufgegeben hat und nur noch alles negativ gesehen hat. Sie hat nicht über Kooperationen gesprochen, gut über eine, aber nicht intensiv und auch nicht über andere Influencer, nur über Lifestyle und die ganze Großen. Sie erzählt darüber, dass die Branche teilweise sehr Fake ist, dass es allen nur um die Klicks und Follower geht und man als außenstehender so sein will wie diese und das, was ich da aus ihrem Buch gelesen habe, ist mir irgendwie sauer aufgestoßen.

Ich habe 4.500 Follower, ungefähr wie sie und meine Sicht auf die Welt der Blogger ist irgendwie vollkommen anders, aber ich schiebe das nun einmal darauf, dass ich in einer anderen Blase drinnen bin und somit ihr Buch nicht auf jede Person zutreffen wir. Ich bin in einer tollen Community, wir reden offen darüber, wie es uns geht, was uns nicht passt, und teilen unsere Liebe mit allen. Ich fühle mich unendlich wohl, kreativ und inspiriert in unserer Buchblase und war halt immer sehr unzufrieden mit ihrer negativen Einstellung zu Instagram.

Was mich auch gestört hat ist ihre Bezeichnung „Bloggerinas“ gewesen, es klang für mich die ganze Zeit sehr abwertend und ganz ehrlich? Jeder hat seine Daseins Berechtigung und diese Blogger haben sich mit Instagram etwas aufgebaut, sei es durch ein Sprungbrett mit einer Fernsehsendung wie „Germanys Next Topmodel, Der Bachelor“ oder als Spielerfrau oder man hat ganz klein angefangen und dann etwas ganz großes erschaffen. Alle versuchen andere zu inspirieren und zu erreichen.

In einem Punkt muss ich der Autorin teilweise jedoch zustimmen und das ist mir auch bei mir aufgefallen. Wir besitzen zwei verschiedene ICHs. Wir haben ein Instagram-Ich und ein Ich in der realen Welt und teilweise sin die beiden sehr unterschiedlich. Ich finde jedoch nicht, dass dies etwas schlechtes oder gar negatives ist, einigen kann es sogar helfen. Ich zum Beispiel bin durch Instagram viel mutiger und Selbstbewusster als im privaten. Dazu muss ich jedoch auch sagen, dass sich das ebenfalls in den letzten Jahren geändert hat. Durch Instagram habe ich mich sehr verändert, bin Selbstbewusster und Kreativer geworden und ich denke, dass dies ohne nicht passiert wäre.

Auch zustimmen tue ich ihr bei der Tatsache, dass man seine Zeit auf Instagram reduzieren sollte um seine Freunde außerhalb zu sehen und Zeit und Momente abseits der mobilen Geräte zu sammeln, weil die Zeit ebenso kostbar ist. Dennoch denke ich, dass man auch mit Instagram echte Momente und echte Freundschaften sammeln und finden kann, man muss es nur richtig für sich nutzen.

Auch wenn ich jetzt einige Kritikpunkte an der Sichtweise der Autorin habe, fand ich das Buch dennoch unendlich interessant, vor allem weil man einige Einblick in das Leben der größeren Influencer bekommt auch wenn die Autorin für mich das ein wenig abwertend schreibt und nicht besonders objektiv an die ganze Sache rangeht. Ich glaube bei dem Buch muss sich jeder seine eigene Meinung bilden und herausfinden wie er Instagram in Zukunft nutzen mag.

Alles Liebe

Julia

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